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Projektbeschrieb

1. Zweck

  • ermöglicht Kindern von 4-14 Jahren selber aktiv zu sein
  • ist ein grosser, bewusst nicht fertig gestalteter Lebensraum, der Kindern Handlungs- und Bewegungsfreiraum lässt
  • fördert Bewegung und freies Spiel, Kreativität und Phantasie
  • weckt Interesse und fördert alle Sinne
  • bietet Kindern Raum mit Materialien und Elementen selber handwerklich tätig zu sein
  • ermöglicht Kindern Mitarbeit, Mitspracherecht und Mitverantwortung
  • stärkt Eigeninitiative, Selbständigkeit und Selbstvertrauen
  • ist ein betreuter Ort für eigene Erfahrungen und fördert soziale Kompetenz
  • ist ein Ort für alle Kinder unabhängig ihrer Herkunft
  • fördert gutes Körpergefühl, Basis für eine gute und gesunde Entwicklung

1.1 Zielgruppen

Der am Stadtrand geplante Abenteuerspielplatz sollte möglichst vielen Kindern und Familien sowie privaten und öffentlichen Institutionen in Winterthur von Nutzen sein.
Der Zugang ist niederschwellig und kostengünstig.
Das Potential der Zielgruppe liegt bei über 10‘000 Kindern und Jugendlichen in Winterthur, im Alter zwischen 4 und 14 Jahren.
In den angrenzenden Stadtkreisen Veltheim und Wülflingen wohnen über 2‘500 Kinder und Jugendliche im passenden Alter.
Die angrenzenden Gemeinden wie Ohringen, Seuzach und Wiesendangen profitieren von diesem überregionalen Projekt

Zielgruppe Angebote
Vorschulkinder und ihre Eltern und Grosseltern aus Winterthur Begegnungsort unabhängig von Herkunft, Kultur und Religion
Einrichtung einer Abenteuerspielplatz-Spielgruppe
Kindergarten- und Schulkinder aus Winterthur, insbesondere dem Stadtkreis Veltheim Regelmässig angebotene „Abenteuertage“ für die Kindergärten
Die Unter- und Mittelstufenklassen werden von der Spielplatzleitung eingeführt und erleben zusammen die Möglichkeiten und Vorzüge des
Platzes
Schulkinder aus Winterthur, insbesondere dem Stadtkreis Veltheim Verbringen einen Teil ihrer Freizeit selbständig im betreuten Bereich
Schulen aus Winterthur Lehrpersonen nutzen den Platz als zusätzliches Klassenzimmer für eigene Projekte
Die schulische Elternmitwirkung organisiert Einführungen für Eltern
Die schulergänzende Betreuung bietet Ferienhorte auf dem Spielplatz an
Quartier- und Familienvereine, Quartierentwicklung, Pfadi, Cevi, Blauring, Integrationsförderung, Frühförderung, etc. sowie Private Organisation von Kursen, Anlässen und Ferienprogrammen
Vermietung für private Anlässe (z.B. Geburtstagsfeste)

1.2 Organisation

Der Abenteuerspielplatz wird mit Unterstützung der Stadt Winterthur in privater Initiative erstellt und betrieben. Es ist ein städtisches Projekt.
Der Verein Abenteuerspielplatz ist die alleinige Trägerschaft des Vorhabens und somit voll handlungsfähig. Der Vorstand übernimmt die operativen Führungsaufgaben ehrenamtlich und unentgeltlich.
Die Stadt Winterthur stellt das Land unentgeltlich zur Verfügung, die Mittel für die Erstellung sowie den 2-jährigen Probebetrieb stammen aus dem Luciak-Weilenmann Fonds und sind klar zweckgebunden. Direkter Ansprechpartner gegenüber der Stadt ist die Fachstelle Quartierentwicklung Winterthur.
Die Einzelheiten sowie Rechte und Pflichten sind in einer Leistungsvereinbarung im Detail geregelt.
Der Spielplatzbetrieb ist stets betreut. Betriebsleiter sowie das Hilfspersonal werden entlöhnt.
Vor Betriebsstart erstellt der Vorstand ein detailliertes Betriebs- und Nutzungskonzept.

2. Objekt

2.1 Ziele / Spielplatzkonzept

Das erklärte Ziel des Bauvorhabens ist es, den „PLATZ“ ganz bewusst nicht fertig zu bauen.
Der Spielplatz ist nicht frei zugänglich, und rundherum eingezäunt. Der Betrieb findet nur während den Öffnungszeiten statt.
Im Eingangsbereich befinden sich:

  • Veloparkplätze
  • Büro, Informations- und Sanitätsstelle
  • Werkzeug- und Materialausgabe
  • WC

Für gemeinschaftliche Zwecke dienen die grosszügig dimensionierte Jurte die auch bei Wind und Wetter Schutz bietet, sowie die zentrale Feuerstelle.
Es sind grössere Freiflächen ausgeschieden die einzig und allein von den Kindern „bespielt“ werden.
Der Spielplatz ist in Themenbereiche und auch Altersbereiche aufgeteilt, so wird beispielsweise die „Matschanlage“ grossmehrheitlich von kleineren Kindern allenfalls unter Aufsicht ihrer Eltern benützt. Die grösseren und selbstständigen Kinder belegen erfahrungsgemäss andere bzw. ihre eigenen Räume.
Geplant sind auch temporäre kleinere Anlagen die bewusst für kürzere Zeit erstellt werden und nach Ihrem Lebensende wieder Platz für Neues schaffen (z.B. überdachter Strohhaufen
und ähnliches).

2.2 Bauprojekt

Für die Lagerung von Werkzeug und Baumaterial sowie für das Büro und die WC- Anlage werden Baucontainer aufgestellt. Zum Schutz vor der Witterung werden Dächer aus Trapezblech erstellt. Als Gemeinschaftsraum wird eine Jurte aufgebaut.
Das gesamte Areal wird mit einem Zaun aus Diagonalgeflecht H180cm eingezäunt.
Die Bauten und Baubereiche werden mit einem Wegnetz aus Strassenkies verbunden. Mit anfallendem und zugeführtem Aushubmaterial werden Sicht- und Lärmschutzhügel gegenüber Nachbarn sowie Spiel- und Ausgucks Hügel aufgeschüttet. Das Gelände wird mit Bäumen und Sträuchern naturnah bepflanzt und die offenen Flächen mit Wiesen eingesät.

2.3 geplante Termine

Baueingabe: Dezember 2016
Baustart: Dezember 2018
Bauende: Frühling 2019
Start Pilotbetrieb: Frühling / Frühsommer 2019

3. Betrieb

3.1 Öffnungszeiten

Der Spielplatz ist nicht frei zugänglich, und rundherum eingezäunt. Der Betrieb findet nur während den Öffnungszeiten statt. Siehe Öffnungszeiten in Kalenderform im Anhang.
Der „PLATZ“ ist während der Pilotphase im Sommer an 3 Nachmittagen (Spiel- und Baubetrieb) von 13:00 – 18:00 und an mindestens einem Vormittag (für Schulklassen) von 8:00 – 12:00 Uhr geöffnet. (Aufräumen 18:00 – 19:00) Im Winter ist er lediglich an 1 Nachmittag von 13:00 – 18:00 Uhr geöffnet.
In den Schulferien findet während vier Wochen ein Vollzeitbetrieb mit verschiedenen Kursen und Ferienangeboten statt.
In der restlichen Zeit kann der „PLATZ“ von Spielgruppen, Krippen, Kindergärten, Schulklassen, der Schulergänzenden Betreuung, etc. genutzt werden.
Der Betrieb ist stets von Fachpersonen betreut und geleitet.
Beim lärmintensiveren Betrieb (Baubetrieb) wird selbstverständlich die Mittagsruhe und weitere Ruhezeiten gemäss der örtlichen Polizeiverordnung eingehalten.
Während den Öffnungszeiten des Spielplatzes sind immer mindestens zwei erwachsene Personen vor Ort.
Die zwei vom Verein angestellten Personen – eine qualifizierte Fachperson und eine Hilfskraft – arbeiten während den Sommermonaten je 50 Prozent, in den Schulferien (4 Wochen) je 100 Prozent und im Winter je 15 Prozent.
Zudem werden freiwillige Helferinnen und Helfer eingesetzt, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes und die Betreuung der Kinder benötigt werden.
Nach der Pilotphase könnte der Abenteuerspielplatz nach Bedarf und personellen Ressourcen seine Öffnungszeiten auch erweitern oder anpassen.

3.2 zusätzliche Aktivitäten

Zu den Aktivitäten des Vereins gehören mindestens sechs Veranstaltungen pro Jahr wie:
Feste, Flohmärkte und Kurse.
Der Verein organisiert Ferienprogramme während mindestens vier Schulferien-Wochen.
Mitglieder des Vereins und Geschwister erhalten Vergünstigungen, von den Eltern wird pro Kind ca. 2h Mithilfe (oder entsprechender Geldwert z.B. 25.–Fr./h) erwartet.

Mitglieder oder Institutionen können ausserhalb der Öffnungszeiten den „PLATZ“ ohne Betreuung und Hüttenbau mieten. Die geltende, örtliche Lärmverordnung ist einzuhalten.

3.3 Infrastruktur und Verkehrssituation

Die grösseren Kinder und deren Eltern sind angehalten den „PLATZ“ mit dem Fahrrad zu besuchen. Ausreichende Parkierungsmöglichkeiten sind dafür vorgesehen.
Ansonsten bieten sich wegen der Nähe zum Zentrum Rosenberg die öffentlichen Verkehrsmittel an.
Es ist für die Besucher ausdrücklich verboten die Strasse entlang des Schützenweihers mit dem Auto für Zubringer- und Abholdienste zu benutzen (öffentliches Fahrverbot).
Kostenpflichtige Parkplätze stehen beim Minigolfplatz zur Verfügung.
Für den Betrieb des Spielplatzes wird die Strasse nur für Güterumschlag (leichte Materialtransporte mit Lieferwagen oder seltener auch Lastwagen für Holz und Muldentransporte) in Anspruch genommen. Die Leitung des Spielplatzes bemüht sich, die ohnehin dichte Situation beim Schützenweiher nicht unnötig zu belasten.

Das Spielplatzareal verfügt über eigene WC’s.

3.4 Mitgliedschaft

Während der regulären Öffnungszeiten ist die einmalige oder sporadische Benutzung des Abenteuerspielplatzes für die Kinder unentgeltlich. Sobald ein Kind jedoch regelmässig den Spielplatz benutzt, sind die Eltern angehalten, dem Verein beizutreten und den Vereins-Mitgliederbeitrag zu entrichten. Zusätzlich verpflichten sich die Vereinsmitglieder zur Leistung von „Gratisstunden“.

Der Mitgliederbeitrag bemisst sich pro aktivem Kind und beträgt:

1. Kind 90.- plus 8 Stunden Gratisarbeit
2. Kind 60.- plus zusätzliche 8 Stunden Gratisarbeit
3. Kind 30.- plus zusätzliche 8 Stunden Gratisarbeit

Die Gratisarbeit kann auch für 25.- pro Stunde bezahlt werden.

3.5 Freiwilligenarbeit

Wir schätzen, dass in der Startphase insgesamt etwa 3500 Stunden Freiwilligenarbeit pro Jahr vom Vorstand und den Vereins-Mitgliedern zu leisten ist.
Der Vorstand bildet mit 5 Mitgliedern das Kernteam, die Aufgaben umfassen im Wesentlichen folgende Tätigkeiten die ehrenamtlich geleistet werden:
Vertretung Trägerschaft/ Präsidium
Jährliches Fundraising/ Kassier/in
Aktuar/in
Werbung/ Öffentlichkeitsarbeit
Leitung Baugruppe
Leitung Betriebsgruppe
Leitung Veranstaltungen

Der Vorstand Verein Abenteuerspielplatz
Winterthur, 21. Dezember 2016,
korrigiert 18. Mai 2018
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